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Mords-Crescendo - Ute Kissling Mords-Crescendo ist ein Krimi von Ute Kissling, die mit diesem Buch ihr Debüt im Jahr 2013 hatte. Erschienen ist es im bookshouse Verlag als Printausgabe und eBook.

Inhalt

Die Kommissarin Belle und ihr Kollege Jan sind in einen neuen Mordfall verstrickt. Doch dieser ist ein schwer zu knackendes Rätsel. Die Leiche einer Frau wurde auf dem Grundstück der abgebrannten Grafenvilla gefunden. Sie wurde aber nicht nur ermordet, sondern auch verstümmelt und anschließend in einer alten Truhe versteckt. Während der Ermittlungen gewinnt auch die Musikschule an Bedeutung, die direkt neben dem Gelände liegt, wo die Leiche gefunden wurde. Dort hat gerade eine neue Lehrerin angefangen: Annika. Nachdem Belle und Jan in ein Spiel aus Lug und Betrug verwickelt werden, macht auch Annika Entdeckungen, die sie in Lebensgefahr bringen. Hat der Graf Geheimnisse über seine abgebrannte Villa? Und sind die Lehrer an der Musikschule immer ehrlich gewesen?

Erster Satz

„Die Amsel war an einen Türrahmen genagelt.
Der tote Vogel hing da, die Flügel ausgebreitet, in jedem steckte ein Nagel.
Neugierig trat ich näher. Kein Blut.“


Meinung

Das Cover des Buches gefällt mir sehr. Es beinhaltet das Thema des Buches und vereint dabei den Mordfall mit der Musikschule. Dadurch wird Lust auf das Buch gemacht und trotzdem nicht zu viel verraten.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichten erzählt. Es gibt die Perspektive der Kommissarin Belle, die alles umfasst, was die polizeiliche Seite betrifft. Außerdem werden Teile aus der Sicht von Annika erzählt, wo Einblicke in ihre eigene Vergangenheit gegeben werden, aber auch Informationen rund um die Musikschule und deren Lehrer. Ab und zu fließen zudem kleine andere Abschnitte ein, die sich mit je einer Person des Buches beschäftigen und deren Vergangenheit aufzeigen. Alle Sichten sind wichtig, um jede Information aufgreifen zu können, die näher zur Lösung des Mordfalls führen.

Der Schreibstil selbst gefällt mir sehr gut. Die Autorin schafft es, dass die Szenen in genauen Bildern vor dem Auge erscheinen und man sich als Leser zum Beispiel bei der Beschreibung der Frauenleiche ekelt. Man überlegt glatt, ob es nicht besser wäre, die Augen zu schließen bzw. die entsprechende Textpassage zu überspringen. Das hat mir sehr gefallen. Außerdem wird der Spannungsbogen die ganze Zeit über sehr gut gehalten und der Leser immer wieder mit neuen Informationen gefüttert, die zu Verwirrungen über den wirklichen Mörder sorgen, sodass man bis zum Ende nicht genau weiß, wer nun eigentlich der Täter ist.

Die wichtigsten Charaktere sind Kommissarin Belle und ihr Kollege Jan und die Musikschullehrer. Außerdem spielen der Graf, dem das Grundstück gehört, auf dem die Leiche gefunden wird, und Belles Mann auch eine Rolle. Kommissarin Belle ist eine starke Frau, die zwar Schwächen hat, sich diese aber nicht anmerken lässt bzw. nicht anmerken lassen möchte. Sie gefällt mir sehr gut. Wenn sie einen Fehler gemacht hat, dann ärgert sie sich über sich selbst und versucht trotzdem noch alles, um diesen so gut wie möglich auszubügeln, statt einfach aufzugeben. Ihr Mann ist eine sehr gut Stütze und steht ihr nicht nur mit einem Rat zur Seite, sondern auch mit Taten. Auch das hat mir sehr gut gefallen. Belles Kollege Jan ist für mich der typische Kollege. Er ist noch relativ jung und wirkt dadurch naiv. Die Lehrer an der Musikschule sind alle total unterschiedlich und auf irgendeine Weise chaotisch. Alle haben Dinge an sich, die sie zum möglichen Täter machen. Dagegen ist Annika das totale Gegenteil und wirkt irgendwie total fehl am Platz, weil sie eher ruhiger, fast schüchtern ist. Trotzdem beweist sie Mut und zeigt, dass auch sie stark ist.

Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte am Anfang ein paar Probleme mit den verschiedenen Perspektiven gehabt, kann aber nicht sicher sagen, ob das am Buch lag oder an mir selbst, deswegen würde ich das hier nicht kritisch ansehen. Als klar wurde, worum es genau geht und die Personen vorgestellt waren, wurde ich auch total gefesselt und die Geschichte wurde extrem spannend. Ich hatte schon früh erste Gedanken, wer das Opfer sein könnte, aber war bis zum Ende nicht sicher, wer der Mörder ist. Umso überraschter war ich natürlich auch vom Ausgang des Buches.

Fazit

Die Geschichte überzeugt durch ihren durchgezogenen Spannungsbogen und die vielen unterschiedlichen Charaktere. Durch die vielen Informationen, die im Laufe des Buches preisgegeben werden, wird der Leser immer wieder verwirrt und die Spannung gehalten. Ein sehr schönes Debüt und ein wirklich guter Krimi.