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Die Rosen von Montevideo - Carla Federico „Wir alle sind ein wenig wie Rosen: wir können wunderbar blühen und duften, aber wir haben auch unsere Stacheln.“

Die Rosen von Montevideo ist ein Buch von Carla Federico. Es ist am 03. Juni 2013 im Knaur Verlag als Taschenbuch erschienen. Das Buch umfasst 784 Seiten.

Inhalt

Uruguay im 19. Jahrhundert: Vor der farbenprächtigen Kulisse der pulsierenden Stadt Montevideo verflechten sich die Lebenswege zweier Familien aus Deutschland und Südamerika. Vor allem ihre Frauen müssen für die Liebe oft einen hohen Preis zahlen. Doch sie bringen die Stärke und Entschlossenheit mit, in einer bewegten Zeit für ihr Glück zu kämpfen.

(Klappentext)

Erster Satz

„Wenn Valeria Olivares die Augen schloss und Erinnerungen an ihre Kindheit beschwor, fühlte sie sich manchmal in ihre Heimat zurückversetzt.“

Meinung

Das Cover ist mal wieder wunderschön. Ich liebe Orange und dementsprechend liebe ich auch dieses Cover! Die Symbole zeigen schon, dass hier eine etwas andere Welt betreten wird, eine exotischere. Außerdem finde ich die Erhebung der Schrift sehr schön und auch die Farben sind passend gewählt. Titel und Autorenname sind nicht zu klein geschrieben und fallen sofort ins Auge. Weiterhin gefällt mir hier die Umschlaggestaltung sehr gut. Sowohl die tollen Innenseiten, auf denen man mehr über die Autorin und deren Bücher erfährt, als auch die "Umhüllung" sind sehr gut gelungen. Ein Buch, das man nicht nur gerne lesen, sondern auch ständig anschauen will!

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Sie beschreibt die Szenen und Umgebungen ausreichend und bringt Gefühle gut rüber. Man merkt beim Lesen genau, dass sie eine ausreichende Recherche betrieben hat und sich mit den Ländern auskennt. Trotz der Länge des Buches, ist es nicht langatmig geworden, sondern interessant.

Das Buch ist in drei Bücher eingeteilt. Sie umfassen jeweils eine unterschiedliche Generation der Familie und beschreiben somit die komplette Familiensaga. Es wird dabei ständig zwischen den verschiedenen Charakteren gewechselt, deren Handlung beschrieben wird. Nur sehr selten wird dieser Stil durch Briefe unterbrochen. Ungefähr zwei- bis dreimal.

Die Handlung beginnt sehr spannend und macht neugierig. Leider hält sich das Interessant und Spannende nicht bis zum Ende durch. Gerade das dritte Buch war für mich eher enttäuschend, da hier zu viele Übertreibungen stattfinden und alles sehr unrealistisch wirkt. Des Öfteren konnte ich die Handlungsweisen der Charaktere nicht nachvollziehen. Trotzdem hatte das Ende noch eine restliche Spannung, die jedoch eindeutig nachgelassen hat. Ich möchte an dieser Stelle natürlich nicht zu viel vom Inhalt verraten, deswegen werde ich nicht weiter darauf eingehen, was genau ich übertrieben und unrealistisch fand. Außerdem wiederholten sich viele Handlungsstränge in den verschiedenen Generationen und dies wurde von Buch zu Buch langweiliger, weil es einfach nichts Neues mehr war. Man hätte auch glatt denken können, dass die Charaktere aus der Vergangenheit lernen und sich dadurch bei der Wiederholung etwas ändern würde, aber es blieb immer genau gleich.

Die Charaktere sind einerseits sehr unterschiedlich und andererseits ähneln sie sich doch wieder. Rosa wirkt zu Beginn wie ein nettes, junges Mädchen, das pure Lebensfreude ausstrahlt. Jedoch ändert sich dies im Laufe der Handlung und sie zieht sich sehr zurück. Manchmal hatte ich mit ihr Mitleid, aber manchmal dachte ich mir einfach, dass sie teilweise selbst daran Schuld ist, wie sie leben muss, da sie nie eine Aussprache mit Albert probiert hat. Albert hingegen ist sehr zielstrebig und karrierebewusst. Er möchte die Bank seines Vaters zu Ruhm führen und setzt alles daran, dies auch zu erreichen. Leider vergisst er dabei, dass es auch noch ein Leben neben der Karriere gibt und treibt sich damit selbst ins Unglück. Espe ist sehr treu und weiß immer Rat. Sie steht dem jeweiligen Familienmitglied sehr gut zur Seite und ich war richtig traurig, als sie irgendwann alt war und starb.

Valeria und Claire könnten nicht unterschiedlicher sein. Die eine ist lebensfroh und immer für einen Scherz bereit, während die andere lieber Kultur vorzieht und ein Buch liest. Valeria wurde mir persönlich im Verlauf der Handlung immer unsympathischer und ich konnte ihre Handlungsweisen absolut nicht nachvollziehen. Claire hingegen wurde mir immer sympathischer und ich hatte Mitleid mit ihr, dass sie nicht so viel Glück im Leben hatte.

Tabitha und Carlota wirkten auf mich sehr kindisch und unreif trotz ihres Alters der jungen Erwachsenen. Auch ihre Entscheidung konnte ich nicht sonderlich nachvollziehen. Tabitha war mir jedoch etwas sympathischer als Carlota, da sie zumindest etwas reifer wirkte.

Fazit

Eine Familiensaga, die recht interessant gestaltet ist. Jedoch wiederholt sich vieles in den Generationen und zum Ende hin wurde es zu übertrieben und unrealistisch.